DR. GERHARD FAHNENBRUCK

Dr. Gerhard Fahnenbruck, Clinical Director der Stiftung Mayday [www.Stiftung-Mayday.de] ist Psychologe und Pilot. Er engagiert sich seit 1994 für die Stiftung Mayday, die in praktisch alle größeren und kleineren fliegerischen Ereignisse im In- und Ausland eingebunden ist, nicht nur aber insbesondere auch dann, wenn deutsche Flugzeuge oder Besatzungen betroffen sind. Dazu zählten die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA, der Tsunami in Indonesien 2004, der Terroranschlag von Mumbai 2008, das Erdbeben in Japan 2011 und der Absturz des Germanwingsflugzeugs 2015. Hinzu kommen diverse Abstürze von kleineren und größeren Flugzeugen im In- und Ausland. Die Stiftung Mayday kümmert sich darüber hinaus um Fluglizenzinhaber, die in Not geraten sind - unabhängig von Ursache oder Schuld.
 

4U 9525 - Über die Prävention sekundärer Traumafolgen

Der Flug 4U 9525 war eine Katastrophe für alle Passagiere, die Crew und die Angehörigen aller. In ihrem Rahmen entstand insbesondere für alle Angehörigen aber auch für sekundär betroffene Crewmitglieder verschiedener Fluggesellschaften erheblicher Betreuungsbedarf. Der Vortrag berichtet aus der Perspektive der Stiftung Mayday (www.Stiftung-Mayday.de), die sich auf die Betreuung von Fluglizenzinhabern und deren Angehörigen spezialisiert hat. Das Besondere an der Betreuung von Flugbesatzungsmitgliedern durch Flugbesatzungsmitglieder ist, dass Besatzungen - auch unabhängig von dem sehr speziellen Fall 4U 9525 -

immer auch „Täter“ in dem Sinne sind, dass sie einen Vorfall entweder direkt verursacht oder zumindest nicht verhindert haben. Für die Betreuung ist dies sehr speziell und emotional so ähnlich, als würden Sie als Feuerwehrmann einen Kammeraden aus einem verunglückten Feuerwehrfahrzeug im Zweifel sogar der eigenen Wache retten. Genau aus diesem Grund sind in die Verfahren der Stiftung Mayday Maßnahmen zur Traumafolgeprävention fest implementiert worden, die auch im Fall 4U 9525 zur Anwendung kamen und hervorragend gegriffen haben. Der Vortrag stellt die Arbeit der Stiftung Mayday vor und geht gezielt auf die implementierten Vorkehrungen ein, die allesamt leicht auch in andere Kontexte übertragbar sind.

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